Sep
06
Google Bulletin: Social-News-Network mit lokalem Fokus [deutsch] by OMG!


Mon, moin und herzlich willkommen zu einer
neuen Ausgabe OMG! – Die Online-Marketing Goods. Ich bin Philipp von Effektiv und wir starten
gleich mit unserem heutigen Thema: Google Bulletin. Google und Social Media – das ist ja bisher
keine wirklich erfolgreiche Kombination. Mit Google+ hatte der Suchmaschinenriese bereits
seit 2011 versucht, auch im Bereich Social Media mitzuspielen. Bekanntlich gleicht Google+ jedoch eher einer
Wüstenlandschaft, als einer blühenden Community geschweige denn einem wichtigen Kanal für
Unternehmen. So richtig hat sich das Netzwerk nicht durchgesetzt. Jetzt startet Google einen Neuanfang und bringt
mit Bulletin ein neues Projekt an den Start. Was das Netzwerk kann und warum nun gerade
diese Idee den lang ersehnten Erfolg bringen soll, verraten wir euch in diesem Video. Social News Network – so nennt Google sein
neuestes Projekt in Sachen Social Media und zielt damit ganz klar auf lokale News ab. Google Bulletin könnt ihr euch also statt
als einem großen, als viele kleine, lokale Netzwerke vorstellen. So soll jede Stadt oder Region sein eigenes
Bulletin, also quasi “schwarzes Brett” bekommen, auf das nur User Zugriff haben,
die sich auch in der jeweiligen Stadt befinden. Momentan wird das schon in den US-amerikanischen
Städten Nashville und Oakland getestet. Dort können sich die Bewohner für die Preview-Phase
anmelden. Aufgebaut ist das Netzwerk im Grunde genauso,
wie andere Social Networks. Es können in Form von Posts Bilder, Nachrichten,
Links oder Videos unter die Leute gebracht werden. Was unterscheidet Bulletin also von seinen
Mitbewerbern, wie Facebook? Neben der lokalen Ausrichtung verspricht sich
Google Erfolg durch die Integration der bekannten und gut genutzten Google-Produkte, wie die
Websuche, Google News oder auch anderen sozialen Netzwerken. Außerdem müssen sich User nicht anmelden
oder extra einen Account anlegen. Wie schon bei Google+, ist quasi jeder, der
einen Google-Account hat, automatisch auch bei Bulletin angemeldet. Durch die gesammelten Daten, kann der Internet-Riese
jede Person identifizieren und sie dem richtigen Bulletin zuordnen – so jedenfalls die Theorie. In der Praxis könnte somit aber auch der
Weg für Spam frei gemacht werden. Wie damit umgegangen wird, hat Google nämlich
noch nicht verlauten lassen. Auch wird Bulletin, auch wenn es im lokalen
und damit deutlich kleinerem Rahmen agiert, eine Art Moderation oder eine gewisse Kontrolle
benötigen. Man denke nur an die massiven Probleme von
Konkurrent Facebook mit Fake News und Hatespeech. Gerade lokale Themen kochen sehr schnell hoch,
weil sich die User schneller betroffen fühlen, da alles, was dort gepostet wird, in ihrer
unmittelbaren Nähe geschieht. Das macht das neue Netzwerk jedoch auch wiederum
interessant für Journalisten oder auch ortsansässige Unternehmen, die auf Laufkundschaft abzielen. Plötzlich wirbt dort nämlich nicht mehr
nur die große Supermarktkette, sondern die Filiale um die Ecke und teilt relevante Informationen
für die gesamte Umgebung. Die andere Seite der Medaille ist jedoch,
dass lokale Netzwerke den Usern nicht so anonym erscheinen, was Nutzer auch zumindest von
Beleidigungen und Fake News abhalten könnte. Das funktioniert jedoch nur in Bulletins kleinerer
Städte, in denen jeder jeden über ein paar Ecken kennt. In einem Bulletin für Berlin wäre die Anonymität
für viele wahrscheinlich wieder ausreichend, um ohne Rücksicht auf Verluste zu posten. Auch Erzrivale Facebook reagierte mittlerweile
in Form eines Posts von Mark Zuckerberg höchstpersönlich. Er verriet, dass auch Facebook künftig vor
allem auf lokale Nachrichten setze. Zuckerberg hatte gleich zu Beginn des Jahres
angekündigt, dass sein Ziel für 2018 ganz klar die Verbesserung von Facebook ist. Der erste Schritt wurde bereits getan, denn
der Algorithmus wurde so angepasst, dass Beiträge von persönlichen Kontakten und die Posts,
mit denen meine Freunde interagiert haben, bevorzugt im Newsfeed angezeigt werden. Nun soll der Fokus außerdem auf lokale News
gelegt werden. “Lokale News helfen uns, die Probleme zu
verstehen, die unsere Community direkt betreffen und daher relevant sind”, so der Facebook-Gründer
in seinem Post. Sein Ansatz: wer lokale Nachrichten liest,
bei dem ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass er sich auch sozial engagiert. Wenn die Leute also Bescheid wissen, was in
ihrer unmittelbaren Umgebung passiert, seien sie schneller dazu bereit zu helfen und etwas
zu bewegen. Ihr hört schon heraus, dass Facebook in etwa
dasselbe vor hat, wie Google mit Bulletin. Im Gegensatz zu Google ist Facebook jedoch
eine gestandene Plattform mit über 2 Mrd. Nutzern weltweit. Außerdem sieht es so aus, als würde das
Netzwerk von Mark Zuckerberg die Idee vom lokalen Fokus schneller umsetzen, denn das
Algorithmus-Update wurde bereits angekündigt und wird derzeit umgesetzt, während sich
Google Bulletin noch immer in der Testphase befindet. Facebook startet mit dem Update in den USA
und will es 2018 weltweit ausrollen. Nebenbei dürfte er damit zumindest die lokalen
Publisher nach dem ersten Update wieder milde stimmen. Doch was wird aus Google Bulletin? Das bleibt die spannende, aber vorerst unbeantwortete
Frage. Google will die endlosen Weiten von Social
Media, also das, was Plattformen wie Facebook oder Instagram groß gemacht hat, auf das
Lokale reduzieren. Wir erinnern uns zurück: auch Facebook hat
mal als Netzwerk für Universitäten angefangen, bevor es zum weltweiten Erfolg wurde. Da Google seine anderen Produkte integriert,
werden die Beiträge gegebenenfalls auch in der Websuche, Google News oder auch Maps sichtbar
sein. Damit hebelt Google die Grundidee wieder ein
wenig auf, denn so bleiben die Themen nicht immer lokal. Andererseits würden Nutzer von der enormen
Reichweite des Google-Universums profitieren. Ob das als Argument für Google Bulletin ausreicht,
bleibt abzuwarten. Wir behalten die Entwicklung für euch im
Auge. Wenn also Neuigkeiten gibt, erfahrt ihr sie
als erstes bei OMG! in unserem YouTube Channel, auf unserer Facebookseite oder im Effektiv Blog. Und damit verabschiede ich mich auch schon
wieder von euch. Ich hoffe, unser Video hat euch gefallen. Wenn dem so ist, dann liket oder teilt es
oder lasst einen Kommentar mit eurem Feedback da. Auf jeden Fall solltet ihr aber unseren Channel
abonnieren, um stets auf dem Laufenden bei allem, was im Online-Marketing wichtig ist zu
bleiben. Ich sage tschüß, macht’s gut und bis zum
nächsten mal bei OMG!.